Gesellschaft und Sozialkritik

Sozialkritik im Musical

Show Boat war nicht nur eines der ersten Musicals, es hielt seinen Zuschauern auch den Spiegel vor. Nicht nur die Rassendiskriminierung wird hier kritisch hinterfragt, auch

ein Thema, das jeden wahrscheinlich schon einmal betroffen hat, nämlich Liebeskummer, spielt eine Rolle. Um die Relevanz von Show Boat und die Kritik besser zu verstehen, soll hier die Handlung im Folgenden kurz zusammengefasst werden und die Sozialkritik hergestrichen werden.

Die Handlung von Show Boat

Die junge Magnolia ist eine Künstlerin auf dem Show Boat ihres Vaters, das den Namen Cotton Blossom trägt. Sie, Julie Dozier und ihr Ehemann Steve Baker treten auf dem Boot auf, das den Mississippi rauf und runter fährt. Als sich ein anderes Mitglied, Pete, anzüglich der verheirateten Julie gegenüber verhält, eskaliert die Situation und Pete und Steve geraten in eine Schlägerei. Pete gibt vor, mehr über Julie wissen und versucht sie damit zu erpressen. Es kommt heraus, dass Julie zur Hälfte Afro-Amerikanerin ist. Bevor der Sheriff erscheint, hat Steve seiner Frau bereits die Hand abgeschnitten und das Blut zu sich genommen. Der Sheriff behauptet die Ehe sei illegal. Daraufhin gibt Steve an, er sei ebenfalls zum Teil Afro-Amerikaner. Die gesamte Besatzung des Bootes hält zusammen und gibt an, dass Steve die Wahrheit von sich gibt. Dies zwingt den Sheriff, das Boot zu verlassen. Jedoch verlassen auch Julie und Steve das Boot um keinen weiteren Ärger zu provozieren.

Allein dieser Abschnitt zeigt, wie schwer es für Afro-Amerikaner war, sich in der Gesellschaft einzufinden. Aufgrund der fortwährend rassistischen Gesetzeslage mussten Menschen ihre Berufe aufgeben und fliehen. Darüber hinaus war man auch als Kind einer Mischehe gezeichnet. Auch wenn sich heute vieles geändert hat, ist Rassendiskriminierung stets ein aktuelles Thema.

Als der Glücksspieler Gaylord Ravenal auf dem Boot erscheint, sind sich die die 18-jährige Magnolia und Ravenal auf Anhieb sympathisch. Sechs Jahre später ziehen Ravenal und Magnolia nach Chicago, wo Ravenal den Lebensunterhalt mit dem Glücksspiel verdient. Am Ende verlässt Ravenal Magnolia, weil er kein Geld mehr gewinnt. Die beiden gemeinsamen Töchter und Magnolia ziehen in ein Zimmer, wo sie auf ehemalige Künstler des Show Boats treffen. Auch Julie, die dem Alkohol verfallen ist, ist unter ihnen da sie ihr Mann Steve verlassen hat. Am Ende wird Magnolia dank Julie ein großer Star und Ravenal kehrt zu der Familie zurück.

Kritik

Nicht nur Rassendiskriminierung wird hier thematisiert, sondern ein wichtiges und heute ebenfalls relevantes Thema, nämlich die Spielsucht. Zudem ist das Alkoholproblem von Julie ein Thema, aber auch im die Härte und der Schein im Showbusiness.

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